Keine Visionen? Dann geh’ zum Arzt!
Auch wenn Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt in einem Interview gesagt haben soll, dass zum Arzt gehen soll, wer Visionen hat, so gilt für Gründer, Kreative und kreative Macher wohl eher das Gegenteil.
Aber Visionen sind ein ambivalentes Geschäft. Ungenutzt sind sie die Kicks, die uns helfen unsere Passivität und Unproduktivität mit Tagträumen zu überdecken. Und wenn wir ihnen blind folgen dann werden sie zu goldenen Karotten, die uns dazu bringen, uns vollkommen zu verausgaben, und an denen wir uns die Zähne ausbeißen, sollten wir sie tatsächlich erreichen.
Und nicht nur das. Sie können uns auch dazu bringen, Unmögliches und Unmenschliches von Partnern, Kollegen und Mitarbeitern zu fordern. Und manchmal werden die Methoden des Projektmanagements genau dafür eingespannt, während sie doch eigentlich helfen sollen, anspruchsvolle Anforderungen in hoch produktive Prozesse zu übersetzen.